FAQ

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Deine Fragen sind uns wichtig!

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Kann man die Existenz Gottes beweisen?

Es gibt kein Volk und keinen Stamm auf dieser Erde, wo die Menschen nicht in irgendeiner Weise an einen Gott, an einem Geist oder an ein Wesen glauben. Das gilt auch für die isoliertesten Urwaldstämme, die nie eine Berührung mit einer anderen Kultur hatten.

Niemand glaubt wohl, dass ein Auto, eine Uhr oder auch nur eine Büroklammer von selbst, durch einen Big Bang entstanden sei. Der Apostel Paulus schrieb: „Seit der Erschaffung der Welt sind seine Werke ein sichtbarer Hinweis auf ihn, den unsichtbaren Gott, auf seine ewige Macht und sein göttliches Wesen. Die Menschen haben also keine Entschuldigung.“ (Römer 1,20). Aus der Schöpfung können wir erkennen, dass Gott existiert. So wie der Betrachter eines Gemäldes weiß, dass es einen Künstler gab, der das Kunstwerk geschaffen hat, so weiß der Betrachter der Natur, dass es hinter der Schöpfung einen Schöpfer gib.

Wenn du dennoch nicht sicher bist, dass Gott existiert, so mach es wie viele es taten: sie beteten zu Gott. Die Überraschung war groß, als Gott ihre Gebete erhörte.

Aber zurück zur Anfangsfrage, ob man Gott beweisen könne?
Die Antwort: Nein, man kann Gott nicht beweisen, dafür reicht unsere Intelligenz nicht aus. Man kann Gott jedoch erfahren und eine Beziehung mit ihm aufbauen. Das ist viel mehr!

„Gott ist tot! – Ist Gott tot?“

Wie kann ein liebender Gott Leid zulassen?

Jede Ursache hat eine Wirkung. Menschen leiden an den lähmenden Folgen ihrer eigenen Übertretungen. Die Bibel lehrt „Man erntet, was man sät“ (Galater 6,6-7). Viel Leid (nicht jedes) wird durch falsche Entscheidungen von Menschen verursacht. Die Bibel sagt uns wie wir leben sollten. Würden wir Gottes Anweisungen folgen, würden wir einen sofortigen und drastischen Rückgang von Kriegen, Kriminalität, Krankheiten, Feindseligkeit, Umweltverschmutzung, Unfällen, Geisteskrankheiten, Familienstreid, Beziehungsproblemen und vielen anderen Leiden haben. Fazit: Viel Leid ist von uns Menschen selbst verursacht.

Sie sind IHM unendlich kostbar!

Was ist eine evangelische Freikirche?

Eine evangelische Freikirche war ursprünglich, im Gegensatz zu einer Staatskirche (Römisch Katholisch, Protestantisch oder Lutherisch) FREI von staatlichen Bindun­gen. Die frühen Täufer des 16. Jahrhunderts, die in Südtirol besser unter dem Namen Hutterer bekannt sind, waren die ersten so genannten „evangelischen Brüder“, die christliche Gemeinden außerhalb der staatlichen Kirchen gründeten.

 

Woher kommt das Wort evangelikal?

Das Wort „evangelical“ wurde aus dem Englischen entlehnt und bedeutet so viel wie evangelisch. Im deutschen Sprachraum sind „Evangelikale“ evangelische Freikir­chen, die nicht zu den Evangelisch- Lutherischen oder Protestantischen Kirche gehören.

 

Wie viel Mitglieder zählen die evangelikalen Freikirchen weltweit?

Gute Frage! Viele evangelikale Freikirchen (im Übrigen auch die Christengemeinden Südtirol) führen keine Mitgliederlisten und zählen nur die Gottesdienstbesucher. Das kommt daher, dass die evangelikalen Freikirchen über Jahrhunderte blutig verfolgt wurden. Im 16. Jahrhundert sind 80% der Mitglieder der Freikirchen durch Ver­folgung umgekommen. (Im Alttirol ca. 1000 Hutterer). Erst nach massiver Auswanderung nach Russland und später nach Amerika konnten die Menschen sich frei ver­sammeln. Die „Weltweite Evangelische Allianz“ WEA vertritt heute 600 Millionen Gläubige*. Darin nicht eingerechnet sind jedoch die neuen Erweckungsgebiete in der muslimischen Welt und in China und Millionen von Gläubigen anderer christlicher Konfessionen die freikirchliche Gottesdienste besuchen (so z.B. in Südamerika). So dürfte die Zahl der Gläubigen, die am Sonntag einen freikirchlichen Gottesdienst besuchen um einiges höher liegen.
* Die Christengemeinden Südtirol sind Mitglied der Evangelischen Allianz:

http://www.ead.de/die-allianz/netzwerk/international/weltweite-evangelische-allianz.html

Wieviel Mitglieder zählen die evangelikalen Freikirchen in Suedtirol?

Auch und speziell für Südtirol gilt was oben gesagt wurde: Fast alle Gottesdienstbesucher in erster Generation sind Mitglieder einer anderen christlichen Kirche. Die Gläubigen besuchen freikirchliche Gottesdienste und wenn es sie anspricht bleiben sie. Niemand wird nahe gelegt, seine Kirchenzugehörigkeit aufzugeben oder zu ver­leugnen. So versammeln sich in Südtirol (mit allen ethnischen Gemeinschaften) mehr als 800 freikirchlich gesinnte Gläubige zu Gottesdiensten und Hauskreisen.

Wie finanziert ihr euch?

Die CGS finanziert sich ausschließlich von freiwilligen Beiträgen der eigenen Mitglieder und Spenden der Freunde der Gemeinde. Jedes Gemeindemitglied gibt aus Dankbarkeit und Liebe zu Gott nach seinen finanziellen Möglichkeiten. Die Spenden werden wie in einem Verein verbucht und für die Mitglieder offen gelegt.

Wie wird man ein Mitglied?

Jeder, der an Jesus Christus glaubt. Uns ist es in erster Linie wichtig, dass die Menschen, die bei uns Mitglied werden, die persönliche Erfahrung der Nähe Gottes gemacht haben. Der Glaube an Jesus als Sohn Gottes steht dabei im Zentrum. Mitglied bei uns kann der werden, der seinen Glauben bekennt und im Leben praktiziert.

Tauft ihr eure Mitglieder?

Unsere Taufpraxis ist die Taufe der Gläubigen. Wir orientieren uns hierbei an der biblischen Taufpraxis. Immer wenn die Heilige Schrift von der Taufe berichtet, sind die Menschen zuvor an Jesus Christus gläubig geworden. Unsere Überzeugung ist: Erst der Glaube, dann die Taufe.  Aber! Wenn du als Kind getauft worden bist, du zu dieser Taufe stehst und bei uns Mitglied werden möchtest, ist das kein Hindernis.

Seid Ihr eine Sekte?

Nein. Wir sind überzeugt, dass der Glaube an Jesus Christus aufgrund der Bibel der einzige Weg zu Gott ist, nicht die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Kirche oder Gruppe. Für uns ist Jesus Christus allein der Weg, die Wahrheit und das Leben. Eine Sekte erhebt den Anspruch, die einzig richtige Lehre zu haben. Nur durch die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe wird man errettet. Also, bei uns kann jeder beruhigt sein; wir erretten niemand, nur Jesus tut dies, egal welcher Kirche, Gemeinde oder Denomination er auch angehört.

Haben evangelikale Freikirchen keine Kirchen?

Nun, für Südtirol trifft dies zu, weil die Gemeinden noch klein und relativ jung sind. In vielen Ländern Europas, Amerikas oder weite Teile Asiens gibt es sehr wohl Kir­chengebäude, jedoch mit einem wichtigen Unterschied: Die Kirchengebäude sind multifunktionell; d.h. während der Gottesdienst für Erwachsene läuft, versammeln sich die Kinder in eigenen Räumen zum Kindergottesdienst oder der Sonntagsschule. Nach dem Gottesdienst wird dann oft gegessen, ein Essen das meist in der eige­nen Großküche zubereitet wurde. Und so schaut ein freikirchliches Kirchengebäude meist aus wie ein Vereinshaus und weniger wie eine traditionelle Kirche.

Dürfen evangelikale Priester heiraten?

Die ganze evangelische Familie, also Evangelikale und Protestanten lehren, dass alle Gläubigen zum allgemeinen Priestertum berufen sind. Eine Trennung zwischen Laien und Priester soll es nicht geben. Es gibt jedoch spezielle Diener, die mit besonderen Gaben der Gemeinde dienen. Manche nennen sie Pastoren, andere Gemeindeleiter usw. Alle diese Männer, aber auch Frauen, sollen nach Möglichkeit heiraten und eine Familie gründen. Sie sollen in gesunden und stabilen Beziehungen stehen. Dies lehrte auch der Apostel Petrus, wenn er sagte: Deshalb soll der Bischof ein Mann ohne Tadel sein, nur einmal verheiratet sein…..Er soll ein guter Familienvater sein und seine Kinder zu Gehorsam und allem Anstand erziehen.

“Wer seinem eigenen Haus nicht vorstehen kann, wie soll der für die Kirche Gottes sorgen?“ 1. Tim.3,1.

War Petrus verheiratet? siehe Vers 5 von 1. Korinther 9

Stehen die Freikirchen im ökumenischen Austausch mit anderen Kirchen?

Die Freikirchen in Südtirol haben ein kurzes ökumenisches Leben. Seit ihrer Entstehung in den 70er Jahren, war das Verhältnis zur katholischen Kirche meist konfliktbeladen. Man ging sich aus dem Weg um Konflikte zu vermeiden. Anfang 2000 fingen dann in Südtirol, erste ökumenische Gespräche zwischen der römisch- katholischen Kirche, den lutherisch- protestantischen Kirchen und den Freikirchen an. In diesen Gesprächen ging es anfänglich um Glaubensunterschiede und um die Abstimmung von Funktionen bei gemischten Hochzeiten, Begräbnissen usw. Mehr entsteht ein wertschätzender Umgang miteinander.

Ökumene der Herzen – Aufbruch nach dem was verbindet

Sind die Hutterer die Vorläufer der Evangelikalen in Südtirol?

Die Hutterer sind nicht nur die Vorläufer der Evangelikalen in Südtirol, sondern der ganzen evangelikalen Welt. Sie lebten im 16. Jahrhundert und wurden im Alttirol sehr stark verfolgt und vertrieben.

Haben sich die Politik und die Kirche mit den Hutterern versöhnt?

Im Rahmen der Initiative „Versöhnungszeichen“ wurden von den Landeshauptleuten von Nord- und Südtirol sowie von den beiden Bischöfen von Innsbruck und Bozen-Brixen Briefe geschrieben, um diese  alte Feindschaft offiziell zu beenden. Die Vertreter der Hutterer indes haben immer beteuert, dass sie keinen „Groll“ gegeben die heutigen Tiroler haben.

Hier eine Kopie der Briefe:

 

 

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