Ehe – Wie im Himmel, so auf Erden

Eine gesunde Gesellschaft basiert auf gesunden Familien. Gesunde Familien wiederum brauchen gesunde Ehen zwischen Mann und Frau.

5 Prinzipien damit der Himmel auf Erden in deiner Ehe sichtbar wird.

1. Ehe ist eine ‚ver-rückte’ Liebe!

Gott ist ver-rückt (HE IS CRAZY)! Seine Liebe zu uns Menschen ist total ‚ver-rückt’ (eine „Ver-Rückung“ weg von IHM hin zu UNS). Er sehnt sich nach persönlichen, intensiven und intimen Beziehung zu uns Menschen: „Lasst uns Menschen (Mann und Frau) machen als unser Bild, uns ähnlich!“ (1. Mose, 26,27).

Die Ehe zwischen Mann und Frau ist die Erfindung Gottes. In 1. Mose 2,18 lesen wir: „Dann sprach Gott, der HERR: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist.“ Warum? Weil er sich für uns Menschen eine genauso ‚intensive (starke, feste)’ und ‚intime (tiefe)’ Art der Beziehung wünscht, wie er sie mit uns eingehen möchte. In der Ehe offenbart er uns seine „ver-rückte“ Liebe, seine Leidenschaft und seine schöpferische Kraft, damit wir sein Wesen besser verstehen lernen.

Nach menschlichem Ermessen macht eine Ehe keinen Sinn. Es ist irrational, dass eine lebenslange Bindung zwischen zwei (meist) sehr unterschiedlichen Menschen funktionieren kann. Eine Ehe ist (nur) möglich, durch ‚ver-rückte’ Liebe (am Beispiel Gottes), durch Hingabe und Selbstverleugnung statt Selbstverwirklichung.

„Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt“ (Johannes 15,13). Und unser Ehepartner ist in der Regel unser allerbester Freund. Er/Sie ist der Mensch, der an deiner ersten Stelle (und damit vor dir) steht!

Wie „ver-rückt“ ist die Liebe zu deinem Ehepartner?

 

2. Ehe ist ein heiliger Bund!

Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und hängt seiner Frau an und sie werden ein Fleisch (1. Mose 2,24).

Obwohl hier nicht explizit erwähnt wird, möchte Gott, dass wir durch einen Bund „ein Fleisch“ (körperlich, emotional und auch geistig!) werden. Gott, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs ist ein Gott der Bünde. Gott mag keine lauwarmen Sachen. Ein Ja soll ein Ja und ein Nein ein Nein sein (Matthäus 5,37). Die Ehe ist ein Bund, den Gott höchstpersönlich schließt. Und was Gott bindet, soll der Mensch nicht trennen (Matthäus 19,6).

Die Ehe ist ein heiliger Bund und hat einen so hohen Stellenwert bei Gott, dass er ihn im Alten Testament als Bild für seine eigene (Liebes-)Beziehung zum Volk Israel gebraucht (Jesaja 54,5), und ihn im neuen Testament für die (Liebes-)Beziehung von Jesus Christus und seiner Kirche (Epheser 5,32) verwendet.

Ein Bund geht immer von Gott (dem Höhergestellten) aus! Und wenn Gott einen Bund schließt, dann bedeutet es für uns Menschen immer einen Segenszuspruch (von ihm zu uns), aus GNADE, ohne Gegenleistung.

Bist du dir (noch) bewusst, dass deine Ehe ein heiliger Bund und von Gott gesegnet ist?

 

3. Ehe ist auf Wachstum ausgerichtet!

„Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch!“ (1. Mose 1,27). Nur die Ehe zwischen Mann und Frau ist die Beziehung, die Gott segnet, damit wir (1) fruchtbar sein und (2) uns vermehren können. Eine Ehe, die kein Wachstum (Frucht und/oder Vermehrung) bringt, wird früher oder später stagnieren und zugrunde gehen.

Jeder von uns ist von Gott persönlich berufen, fruchtbar (produktiv) zu sein und ‚Gottes Acker’ zu bebauen. Aber besonders Ehepaare sollen dazu beizutragen, dass das Reich Gottes auf dieser Erde sichtbar wird. Es gibt nichts, was eine Ehe mehr zusammenschweißt, als eine gemeinsame Vision und gemeinsam für eine Sache zu arbeiten. Ehepaare brauchen eine gemeinsame Vision, wie sie Frucht bringen können.

Ein Ehepaar soll sich zahlenmäßig vermehren d.h. Kinder kriegen. Aber Vermehrung kann auch auf andere Weise (z. B. Adoption, geistige Elternschaft) entstehen.

Wächst deine Ehe und bringt Früchte hervor? Was ist eure gemeinsame Vision?

 

4. Ehe ist ein Kampf!

Seit Anbeginn der Schöpfung ist der Mensch und die Ehe zwischen Mann und Frau Gottes Widersacher ein Dorn im Auge. Weil Gott uns Menschen nach seinem Abbild und nur weniger gering als sich selbst gemacht und uns (NICHT IHN!) mit Pracht und Herrlichkeit gekrönt hat (Psalm 8,6) ist Satan, der Zerstörer extrem eifersüchtig auf uns Menschen.

Er versucht seit jeher die Beziehung zwischen (1) uns Menschen und Gott und (2) zwischen uns Menschen, insbesondere die Ehe zwischen Mann und Frau zu zerstören. Die Strategie ist heute immer noch die gleiche: Der Feind belügt uns („Hat Gott wirklich gesagt, dass …?“).

Durch den Sündenfall sind wir Menschen beziehungsunfähig geworden! Unsere reinen Beziehungen zu Gott und zu unserem Partner sind gestört. Mann und Frau sind eigentlich auf Augenhöhe geschaffen. Die Folge des Sündenfalls und der Beziehungsunfähigkeit, ist jedoch ein (Macht)-Kampf zwischen Mann und Frau.

Die gute Nachricht? JESUS hat uns durch seinen Tod und seine Auferstehung von unserer Schuld und unserer Scham befreit. „Er hat die die Gewalten und Mächte entwaffnet und öffentlich bloßgestellt“ (Kol. 2,15). Durch Jesus werden wir rehabilitiert und können wieder zu 100% beziehungsfähig werden. Er hat alles dafür uns getan, damit der (Macht-)Kampf in unseren Ehen beendet ist!

Tobt in deiner Ehe ein bewusster oder unbewusster (Macht-)Kampf?

 

5. Ehe ist Vorbereitung auf die Ewigkeit!

„Denn nach der Auferstehung heiratet man nicht, noch wird man geheiratet, sondern die Menschen sind wie Engel im Himmel“ (Matthäus 22,30). Das war die Antwort von Jesus auf die Frage bezüglich einer Frau, die mehrere Male verheiratet war – mit wem würde sie im Himmel verheiratet sein? (Matthäus 22,23-28).

Gott wird einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen (Jesaja 65,17; Offenbarung 21,1) und er wird wieder als König mitten unter uns wohnen und für ewig bei uns sein. Im Himmel wird es aber keine Ehen geben. Sagt WER? Sagt JESUS!

Das heißt aber nicht, dass ein Ehemann und eine Ehefrau sich nicht mehr kennen werden. Es heißt auch nicht, dass man keine enge Beziehung miteinander mehr haben kann. GANZ IM GEGENTEIL! Gott wird alle unsere Tränen einmal persönlich abwischen. Wir werden unendlich mal intensivere und intimere Beziehungen zwischen uns und mit Gott haben, als alles was wir körperlich, emotional oder geistig hier auf der Erde erleben können. Und die Ehe ist ein Vorgeschmack, ein ‚Gruß aus der Küche‘.

Wozu dient dann also die Ehe hier auf Erden? Die Ehe ist in erster Linie nicht dazu da, damit wir glücklich werden, sondern ‚geheiligt’. Die Ehe ist ein Training und bereitet unseren Charakter auf die Ewigkeit vor. Wir werden unsere gestählten Muskeln, unseren Sixpack (oder Waschbärbauch), etc. leider nicht mitnehmen, sondern unsere SEELE, u.a. unseren Charakter.

Darf dein Ehepartner dich prägen und dir einen (Fein-)Schliff verpassen?

 

Activation: Nimm dir in den nächsten Tagen einen Abend Zeit, um mit deiner Frau/deinem Mann (bei einem Glas Wein) anhand dieser 5 Prinzipien eine Bestandaufnahme eurer Ehe zu machen. 

 

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