Covid-19 – Ein Virus deckt eine Krise auf

Als CGS nehmen wir die aktuelle Situation und die gesetzten Maßnahmen unserer Regierung ernst. Deshalb finden bis 5. April keine Veranstaltungen oder Treffen statt. Lasst uns aber nicht in Panik verfallen. Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht, sondern einen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit gegeben (2. Tim 1,7).

Am Anfang…

…lag etwas in der Luft. Mittlerweile auch in der frischen Südtiroler Bergluft. Ein Virus? Mag sein. Eine Krise? Ja. Irgendwie trifft sie uns unerwartet und unvorbereitet. Während es bei SARS, MERS oder Ebola noch Menschen und Nationen auf der anderen Seite der Erdkugel betraf (oder wie aktuell an der griechisch-türkischen Grenze, zumindest noch mit einem komfortablen Sicherheitsabstand passiert), erleben wir jetzt live und am eigenen Leib mit, dass ein Virus trotz Einreiseverbot illegal die Grenzzäune unserer Länder und Gärten überwindet und nicht zuletzt dank der medialen Aufmerksamkeit und Berichterstattung den Weg in unser Heim und in unser Innerstes geschafft hat.

Aber eine gute Nachricht (für alle Weltuntergangspropheten) schon mal vorweg: Die Welt und die Menschheit werden nicht an Covid-19 zugrunde gehen. Dass wir an Covid-19 sterben ist ziemlich unwahrscheinlich. Viel eher werden wir an einer Herzkreislauferkrankung versterben, die im Jahre 2015, weltweit 18 Millionen Menschen das Leben kostete (1). Und wenn wir schon mal dabei sind:

Unsere Wahrscheinlichkeit zu sterben hat sich auch mit Corona nicht verschlechtert. Sie liegt immer noch bei 100%.

Ein Virus geht „viral“ 

SARS-CoV-2 oder Covid-19, liebevoll auch Corona genannt, beschäftigt jeden von uns. Wir können gar nicht nicht davon sprechen. Selbst wenn wir wollten, können wir uns dieser Situation nicht entziehen. „Real time“-Daten, wie beispielsweise von der Johns Hopkins University werden uns frei Haus geliefert (1): weltweit 128.343 bestätigte Corona-Fälle (Stand: 13.3.2020), davon 68.324 genesen und 4.720 verstorben. Mittlerweile sind bereits aus 116 Ländern (von insgesamt 195 der von den Vereinten Nationen anerkannten Staaten) Infektion mit Covid-19 gemeldet worden.

Italien hat sich angesichts der aktuellen Situation zu sehr drastischen Maßnahmen entschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Andere europäische Länder ziehen langsam aber sich nach. Angesichts der großen Herausforderungen für das Gesundheitssystem und die aufwendige intensiv-medizinische und -pflegerische Versorgung, welche Infizierten mit einem schwerwiegenden-kritischen Verlauf (bei ca. 5% der Infizierten) benötigen, ist dies auch nachvollziehbar. Ob die Maßnahmen wirksam waren und zu einer Reduktion der Neuinfektionen und zu einer Entlastung des Gesundheitswesens geführt haben, werden wir erst in den nächsten Wochen sehen. Und eines sei an dieser Stelle erwähnt:

Unser großer Dank gilt vol allem dem Gesundheitspersonal, insbesondere den Ärzten und dem Krankenpflegepersonal, für ihren unermüdlichen Einsatz und Dienst!

Und in Südtirol? Stieß die Einstufung Südtirols als Risikogebiet durch das Robert-Koch-Institut angesichts der wenigen Fälle hierzulande anfangs noch auf Unverständnis, steigt nun auch in unserem „gelobten Landl“ die Anzahl der positiv Getesteten. Es gibt bislang sechs Todesfälle MIT (nicht durch!) Coronainfektion. Alles außer Lebensmitelgeschäfte und Apotheken geschlossen. Die Straßen unserer Städte und Dörfer wie ausgestorben. Das gab es noch nie. Und Normalität ist wohl noch nicht in Sicht.

Eine Krise unserer „Weisheit“ 

Aber um was für eine Krise handelt es sich? Nun, das Coronavirus selbst ist keine Krise, aber es zeigt uns unsere Grenzen auf und stürzt unsere menschliche “Weisheit” in eine Krise. Wie sollen wir das ganze einordnen? Was hat das zu bedeuten?

Zum ersten Mal haben wir keinen Plan wie es weitergeht. Was passiert morgen? Wird es besser oder noch schlimmer?

Wir erleben anhand dieses „natürlichen Experiments“, dass wir die Welt, in der wir leben, nicht mehr verstehen. Eine Welt, die “VUCA” d.h. unbeständig, unsicher, komplex und mehrdeutig ist (3). Das Coronavirus zeigt uns schonungslos auf, dass wir Menschen trotz unseres technologischen Fortschritts, unseres ganzen Wissens und unseres genialen Intellekts die Welt (und den Schöpfergott, der sie uns anvertraut hat) weder kontrollieren, vorhersehen, noch vollständig begreifen können.

Und kaum fehlen uns ein paar Variablen in der Gleichung für ein ruhiges und zufriedenes Leben, schon reagieren wir vermeintlich rational denkenden und handelnden Geschöpfe mit panischen Hamsterkäufen in Lebensmittelläden. Es mangelt uns plötzlich an Sicherheit, an Übersicht und an Wahrheit, die uns weder der Staat, das Gesundheitssystem, unsere Familien und Freunde, noch unser Bankkonto und schon gar nicht wir selbst uns geben können. Wie können wir nun mit dieser Krise umgehen und sie bewältigen?

Krisenbewältigung mit Gott

Jede Krise bietet eine Chance. Auch diese Krise, die durch Covid-19 ausgelöst wurde, ist nicht das Ende, sondern der Anfang von etwas Neuem. Momentan erleben wir einen Stillstand.

Diese Auszeit (gerade in der Fastenzeit) bietet uns die Chance wieder näher zu dem EINEN zu kommen, der uns Sicherheit, Übersicht und Wahrheit gibt.

Der dreieinige Gott, unser Vater im Himmel, die Weisheit in Person, JESUS CHRISTUS, und der Heilige Geist, möchte dass wir diese Krise bewältigen. Alles was wir tun können, ist anzuerkennen, dass ER Gott ist (nicht wir), über uns Menschen steht und alle Macht über die ganze Welt hat (Psalm 46,11). Denn Gottesfurcht d.h. das absolute Vertrauen auf Gott ist der Anfang von wahrer Weisheit (Ps 111,10) und führt uns aus dieser Krise.

ER möchte in dieser Krise unser Denken und uns erneuern. Das Evangelium, die frohe Botschaft von JESUS CHRISTUS lautet: Gott ist nahe (Mk 1,15). Und das Angebot Jesu gilt in dieser Zeit mehr denn je: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühselig und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben“ (Mt 11,28). Denn wer seinen Namen ruft, der ist gerettet und in Sicherheit (Rö 10,13). ER möchte uns seine Sicherheit, seine Perspektive und seine Wahrheit schenken. Lasst uns diese Zeit nutzen, um uns Gott neu zuzuwenden und unter seinen Schutz zu stellen. Beten wir dafür, dass gerade in dieser Zeit die frohe Botschaft von JESUS CHRISTUS „viral“ geht und die Menschen in unserem Land und ganze Völker, Nationen und Kontinente aus dieser Krise führt.

Unter dem Schutz des Höchsten (Psalm 91)

1 Wer im Schutz des Höchsten wohnt, der ruht im Schatten des Allmächtigen. 2 Ich sage zum HERRN: Du meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf den ich vertraue. 3 Denn er rettet dich aus der Schlinge des Jägers und aus der Pest des Verderbens. 4 Er beschirmt dich mit seinen Flügeln, unter seinen Schwingen findest du Zuflucht, Schild und Schutz ist seine Treue. 5 Du brauchst dich vor dem Schrecken der Nacht nicht zu fürchten, noch vor dem Pfeil, der am Tag dahinfliegt, 6 nicht vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die wütet am Mittag. 7 Fallen auch tausend an deiner Seite, dir zur Rechten zehnmal tausend, so wird es dich nicht treffen. 8 Mit deinen Augen wirst du es schauen, wirst sehen, wie den Frevlern vergolten wird. 9 Ja, du, HERR, bist meine Zuflucht. Den Höchsten hast du zu deinem Schutz gemacht. [1] 10 Dir begegnet kein Unheil, deinem Zelt naht keine Plage. 11 Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen. 12 Sie tragen dich auf Händen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt; 13 du schreitest über Löwen und Nattern, trittst auf junge Löwen und Drachen. 14 Weil er an mir hängt, will ich ihn retten. Ich will ihn schützen, denn er kennt meinen Namen. 15 Ruft er zu mir, gebe ich ihm Antwort. In der Bedrängnis bin ich bei ihm, ich reiße ihn heraus und bring ihn zu Ehren. 16 Ich sättige ihn mit langem Leben, mein Heil lass ich ihn schauen. Amen.

Dietmar Ausserhofer

(1) Roth et al. Global, Regional and National Burden of Cardiovascula Diseases for 10 Causes, 1990 to 2015. Journal of the Americal College of Cardiology 201/ 4(70): 1-25 (https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0735109717372443)

(2) https://www.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6  

(3) https://www.forbes.com/sites/jeroenkraaijenbrink/2019/01/04/is-the-world-really-more-vuca-than-ever/

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