Betet besonders für alle, die in Regierung und Staat Verantwortung tragen

“Betet besonders für alle, die in Regierung und Staat Verantwortung tragen, damit wir in Ruhe und Frieden leben können, ehrfürchtig vor Gott und aufrichtig unseren Mitmenschen gegenüber.”

(Vom Apostel Paulus, geschrieben an seinen Mitarbeiter Timotheus)  1Tim 2,2

“Kein Mensch ist gut genug, einen anderen Menschen ohne dessen Zustimmung zu regiere.”
Abraham Lincoln

Gebet für die Regierung

Politiker und Regierungen werden meist kritisch gesehen. Spott, Hohn und Kritik kommen einem da leichter über die Lippen als Lob und Anerkennung, denn es findet sich immer etwas worüber man unzufrieden sein kann. Nur allzu gerne reiht man sich selbst unter die Kritiker und Besserwisser ein.

Aber danken wir Gott auch dafür, dass wir Männer und Frauen haben, die unser Land regieren, auch wenn sie dabei vieles falsch machen – genauso wie, überdies (und das vergessen wir nur allzu gerne), wir alle? Wenn es unserem Land, unserer Wirtschaft und den Menschen hier besser geht als in vielen anderen Teilen der Welt, dann haben die viel kritisierten Politiker ihren Beitrag dazu geleistet.

Der Apostel Paulus mahnt uns deshalb, dass wir für die Regierung unseres Landes beten sollen. Wir können und sollen beten, dass die richtigen Männer und Frauen in die Regierung kommen um die richtigen Entscheidungen zu fällen. Ein Sprichwort sagt: „Ein jedes Land verdient sich die Regierung, die es gewählt hat.“

Mit unseren Mund segnen oder fluchen wir die Regierung?

Viele Menschen, auch Christen, haben eine negative Erwartungshaltung. Deshalb sprechen sie schlecht über andere. Das italienische Wort “maledire” wird mit Fluchen übersetzt. Es bedeutet jedoch wörtlich “schlecht reden”. Genauso ist es mit dem Segnen. Die Bedeutung von “bene dire” ist “gut reden”. Die Bibel warnt uns davor, über Menschen in öffentlicher Verwaltung schlecht zu reden. Vielmehr werden wir aufgefordert, für sie zu beten, gutes über sie auszusprechen, für gute Lösungen zu beten. Und warum sollen wir das tun? “Damit wir in Ruhe und Frieden leben können, ehrfürchtig vor Gott und aufrichtig unseren Mitmenschen gegenüber.”

“In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.”
Eduard Kennedy

Christen sollen sich dem Staat (grundsächlich) unterordnen

Der Zweck oder die Frucht von einer Regierung ist Frieden.

Die Regierung ist von Gott mit der Autorität und mit der Verantwortung beauftragt, Frieden zwischen den Nationen aufrecht zu halten. Aber wie macht die Regierung das praktisch? Die Worte des Paulus an die Römer sind äußerst aufschlussreich:

„Jeder ordne sich den Trägern der staatlichen Gewalt unter. Denn es gibt keine staatliche Gewalt außer von Gott; die jetzt bestehen, sind von Gott eingesetzt. Wer sich daher der staatlichen Gewalt widersetzt, stellt sich gegen die Ordnung Gottes, und wer sich ihm entgegenstellt, wird dem Gericht verfallen. Vor den Trägern der Macht hat sich nicht die gute, sondern die böse Tat zu fürchten; willst du also ohne Furcht vor der staatlichen Gewalt leben, dann tue das Gute, sodass du ihre Anerkennung findest! Denn sie steht im Dienst Gottes für dich zum Guten. Wenn du aber das Böse tust, fürchte dich! Denn nicht ohne Grund trägt sie das Schwert. Sie steht nämlich im Dienst Gottes und vollstreckt das Urteil an dem, der das Böse tut.“ (Römer 13:1-5 EU)

Jeder Mensch soll der Obrigkeit untertan sein. Denn es gibt keine Autorität außer von Gott, und die Regierenden werden von Gott eingesetzt. Wir dürfen nicht vergessen, dass Paulus diese Anweisung während der Regierungszeit Neros schrieb. Wer sich also der Autorität des Staates widersetzt, hat sich Gottes Ordnung widersetzt. Ausnahmen bestätigen die Regel („du sollst Gott mehr gehorchen als den Menschen“ Apg.5,29). Die Regierung, mit all ihren Fehlern und Mängel ist Gottes Dienerin! 

“Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.”
Dietrich Bonhöffer

Passivität gegenüber der Regierung ist keine christliche Haltung

Wenn ein Serienmörder in Ihrer Stadt frei herumläuft, ist wahrscheinlich jeder am Ort verängstigt. Alle wollen, dass der Mörder gestoppt wird, bevor Menschen verletzt werden. Aber was ist, wenn er zufällig in Ihr Haus einbricht? Würden Sie die Notrufnummer anrufen und dann ruhig beten? Und wenn der Mörder, noch vor dem Eintreffen der Polizei, in das Schlafzimmer Ihrer Kinder eindringen würde, würden Sie dann ihre Kinder verteidigen? Wenn die Polizei käme und ihn nicht mit Worten aufhalten könnte, würden Sie einwilligen, dass er neutralisiert wird?

Ich wette, Ihre Antwort auf all diese Fragen ist ja. Die Wahrheit ist, dass Jesus möchte, dass Sie Ihre Familie beschützen und Ihre Kinder verteidigen.

Jesus benutzte mal ein Beispiel. Er sprach davon, dass ein Dieb in der Nacht kam und in ein Haus einbrach. Darauf meinte er: „Aber seien Sie dessen gewiss: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde der Dieb kommt, so würde er verhindern, dass man in sein Haus einbricht (Lukas 12,39 EU).

Das Versagen eines Staates, einer Regierung mit seinem Militär

Ruanda in Afrika, ist ein erschreckendes Beispiel dafür, was passiert, wenn die Regierung sich weigert, ihren von Gott gegebenen Auftrag auszuführen. 1994 hat dort ein grausamer Völkermord stattgefunden. Innerhalb weniger Wochen töteten radikale Hutu mehr als 800.000 Tutsi. Fast eine Million Menschen waren mit Macheten abgeschlachtet worden – Frauen, Babys, Kinder, Männer – alle waren buchstäblich auf den Straßen und in den Kirchen zu Tode gehackt worden. Warum hatte niemand dieses sinnlose Töten gestoppt? Auch die Friedenstruppen der Vereinten Nationen haben zugesehen, „weil sie sich nicht einmischen wollten.“

Tatsächlich waren 95 Prozent der Ruander kirchliche Christen. Die Regierung und das Militär hätten die Verantwortung für den Schutz der Menschen übernehmen müssen. Aber das ist nicht passiert. Stattdessen floss hundert Tage und Nächte lang Blut durch die Rinnsteine ihrer Straßen. Gott vergib das enorme Unrecht!

„Krieg ist ein katastrophales Versagen politischen Könnens.“
Kofi Annan

Laßt uns beten

Gnädiger Gott, wir beten, dass in unserem Land Männer und Frauen gewählt werden, die einen aufrichtigen Sinn haben, ihrem Volk, in Gottesfurcht zu dienen. Wir beten, dass die Wähler solche Politiker erkennen und wählen. Wir beten, dass du gnädiger Gott, die gewählte Regierung segnest und hilfst, dass sie richtige Entscheidungen treffen, damit unser Volk in Gerechtigkeit, Ordnung, Sicherheit, Wohlstand und Freiheit und Frieden leben kann.

Amen

SK

Quellen:

Heavy Rain

Völkermord Ruanda

Völkermord in Ruanda / Genozid im Gotteshaus

Die Ökonomie Gottes

X