Wer wir sind, woher wir kommen

WER WIR SIND – ENTSTEHUNGSGESCHICHTE DER CGS

ANFÄNGE IN ZÜRICH

Unsere Entstehungsgeschichte geht in die Anfänge der 1970er Jahre zurück. In Zürich (CH) verließen damals junge Christen die „Kirchenmauern“ und gingen auf die Straße und verkündigten die gute Botschaft von Jesus Christus. Sie eröffneten sogenannte „Teestuben“ und luden Leute jeden Couleurs von der Straße ein, um bei Gebäck und Getränk mit ihnen über den Sinn des Lebens zu sprechen. Bald einmal wuchs eine beachtliche Gruppe vorwiegend junger Menschen heran, die zum Teil eine radikale Umkehr und Hinwendung zu Jesus Christus erlebten. Viele kamen aus der Drogenszene, hatten andere Suchtprobleme, waren Hippies oder ehemalige Rocker usw. Die noch junge „newlife-Arbeit“ entwickelte sich zur „newlife“-Bewegung.

Um die jungen Christen in die Nachfolge Jesu einzuführen und zu lehren, wurden Jüngerschaftskurse entwickelt.

Später entstand daraus dann die „newlife-Bibelschule“ in Walzenhausen (CH), mit dem Schwerpunkt Jüngerschaft, (Kirchen-)Gemeindeaufbau und Mission.

ANFÄNGE IN MERAN

Die „newlife-Bibelschule“ Walzenhausen führte dann sogenannte Sommereinsätze mit jungen Menschen durch. So wurde im Sommer 1976 auch in Meran der erste evangelistische Einsatz durchgeführt, mit dem Ziel, Menschen in eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus zu führen. Durch die anschließenden Bemühungen entstand dann später die Evangelische Freikirche Meran (EFK).

Fast parallel dazu konnte der christliche Radiosender „Familienradio“ (heute ERF-Südtirol, seit 1990) aufgebaut werden.

ANFÄNGE IM VINSCHGAU

Von Meran aus wurde um die Mitte der 80er Jahre auch im Vinschgau mit sogenannten Bibelrunden bzw. „Hauskreisen“ begonnen. Dadurch entstand die Evangelische Freikirche in Schlanders.

Mitte der 90er Jahre beginnt die „Abnabelungsphase“ von der EFK Meran. Im Jahr 1996 wird der Name in “new life CHRISTENGEMEINDE SCHLANDERS” umgeändert. Zugleich startete ein Gemeindeaufbauprojekt in Bozen.

GEBURTSSTUNDE DER CRISTEN GEMEINDEN SÜDTIROL

In 2005 haben die CHRISTENGEMEINDE SCHLANDERS und die CHRISTENGEMEINDE BOZEN, die CGS – CHRISTENGEMEINDEN SÜDTIROL gegründet. So gibt es derzeit zwei Hauptgemeinden in Schlanders und in Bozen und drei Gemeindeaufbauprojekte, im Meraner Land, in Gröden und im Arnthal.

Unser Wunsch ist es, in allen Südtiroler Hauptorten, eine lebendige CHRISTENGEMEINDE aufzubauen!

WOHER WIR KOMMEN – UNSERE GEISTLICHEN VORFAHREN

Die Waldenser – Reformation in Norditalien

Pietro Valdo

Pietro Valdo

Der Ursprung der Waldenser (Albigenser) ist in den Tagen Konstantins zu suchen. Den Namen „Waldenser “ (Valdesi) bekamen sie, weil sie aus den Tälern (valli)  im Piemont kamen. Sie gingen jeweils zu zweit, barfuß, in wallenden Gewändern; sie haben keinen persönlichen Besitz und haben alles gemeinsam wie in Apostelgeschichte 2. Pe­trus Waldes (1140-1218), ein reicher Kaufmann aus Lyon, verschenkte nach seiner Bekehrung seinen ganzen Besitz den Armen. Er und seine Anhänger erregten mit ihrem Lebenswandel und mit ihren Predigen in der jeweiligen Landessprache die Gunst vieler Menschen. Acht Jahre später forderte Papst Lucius III. die Ausrottung der Waldenser. In der Provence und in Norditalien organisierten sie sich als eigene Kirche und wurden so zu den Wegbereitern der Reformation.

John Wyclif 1329-84 – Reformator in England

Wycliff

John Wyclif

Die Gläubigen sollten die Schrift in einer Sprache  besitzen, die sie wirklich verstehen können.

Unter diesem kraftvollen Prediger entstand in England eine neue evangelische Bewegung, die der lutherischen Reformation voraus ging. Mit seiner Bibelüber­setzung in die Landessprache, erhob er als erster die reformatorische Forderung, dass jedermann die Bibel in seiner Sprache lesen müsse

Jan Hus

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Jan Hus

Dem Teufel ist es egal, ob du eine Bibel besitzt. Er fürchtet sich nicht vor der Größe deiner Bibel oder davor, wie häufig du sie mit dir herumträgst oder sichtbar du sie im Haus aufgestellt hast. Es kümmert ihn nicht, ob du sie mit ins Bett nimmst, oder andere Menschen hin und wieder damit schlägst. Der Teufel fürchtet nur die Bibelstellen, die du in dein Herz hineinsäst und aufgrund göttlicher Offenbarung in deinem Leben konkret umsetzt. Er hat panische Angst vor dem Leben das sich aus Offenbarung dieser Bibelstellen entwickelt. Einzig und allein die Kraft Gottes in seinem Wort versetzt den Teufel in Angst und Schrecken.                                               

Ich möchte wie Bileams Esel sein. Die geistlichen Würdenträger sitzen auf mir und wollen mich zwingen, mich gegen Gottes Gebot zu stellen und aufhören, zu predigen. Ich werden die Füße ihres Verlangens einklemmen und werde ihnen nicht gehorchen, denn der Engeln steht vor mir auf dem Weg.

Ebenfalls die Ideen und Vorstellungen aufgenommen hat der Theologiestudent und spätere Professor Jan Hus.  Wie auch John Wyclif kritisierte er offen die Habsucht und Verweltlichung des Klerus und plädierte für eine grundlegende Reform. Weiter erkannte er den Papst nicht als höchste Autorität in Glaubensdingen an. Hus‘ Kritik stieß zur Beunruhigung der Kirche in der Bevölkerung auf großen Zuspruch. Man musste reagieren und enthob Hus aus seinem Amt und ließ ihn 1411 exkommuniziert, woraufhin in Prag Unruhen ausbrachen. Das Ende von Hus bescherte der 6. Juli 1415, an dem er als Ketzer verbrannt wurde. Auch seine Richtung wurde von seinen Anhängern auch nach seinem Tod weiter getragen. Man nannte diese Anhänger „Hussiten“, durch die es von 1419 bis 1436 in Böhmen zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit dem böhmischen König kam (Hussitenkriege).

Huldrych Zwingli 1484-1531 – Reformator in der deutschen Schweiz

Zwingli

Huldrych Zwingli

Ich bat Gott um Erleuchtung, und die Schrift begann mir viel klarer zu werden als nach dem Studium von zahlreichen Kommentaren und Auslegern, obwohl ich bloß die Bibel selber las.

Fast gleichzeitig wie Maıtin Luther, wirkte Zwingli in der Schweiz. Er setzte sich vor allem mit den kirchlichen Missständen seiner Zeit auseinander. Als Leut­priester am Großmünster legte er das Neue Testament aus und begann mit der Reformation in Zürich. Dabei achtete er auf die gute Zusammenarbeit mit den politischen Behörden. Zwingli ging viel radikaler gegen alte kirchliche Bräuche vor und verbannte zum Beispiel alle Bilder aus den Kirchen. Leider kam es durch die Religionsspaltung zum 1. und 2. Zürichkrieg zwischen einzelnen Kantonen, an dem Zwingli selber teilnahm und in der Schlacht bei Kappel sein Leben ver­lor.

Martin Luther 1483-1546 – Reformator in Deutschland

Martin Luther

Martin Luther

Die Kirche bedarf Erneuerung und das geht nicht bloß den Papst und vielen Kardinälen an, sondern alle Welt. Durch das Wort ist die Welt überwunden, ist die Kirche erhalten worden, sie wird durch das Wort wieder hergestellt werden. Es ist nicht unser Werk, was jetzt in der Welt vor sich geht. Es ist nicht möglich, dass ein Mensch allein eine solche Sache anfängt. Einer (Gott) ists, der das Rädlein treibt!

Der Sohn eines deutschen Bergmanns wurde Augustinermönch und später Doktor der Theologie. Beim Studium des Neuen Testamentes wurde ihm bewusst, dass nicht gute Werke, sondern allein der Glaube an Jesus Christus zum Heil führen. Damit setzte er sich in Widerspruch zur Lehre der katholischen Kirche und wurde dafür mit dem Kirchenbann belegt. Vor der Verfolgung fand er Schutz auf der Wartburg, wo er das Neue Testament in die deutsche Sprache übersetzte. Luther wollte keine eigene Kirche gründen, lehnte aber alle kirchlichen Lehren und Bräuche, die nicht auf der Bibel beruhten, ab. Eine Trennung wurde unum­gänglich. Dank der Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg, konnte 1534 erstmals die ganze Bibel gedruckt werden. So verbreitet sich die Lutherbibel sehr schnell im ganzen deutschsprachigen Raum.

Johannes Calvin 1509-1564 – Reformator in der französischen Schweiz

Calvin

Johannes Calvin

Obwohl die Kirche zur Zeit kaum zu unterscheiden ist von einem toten oder kranken Mann, so darf man doch nicht verzweifeln:  denn auf einmal richtet der Herr die Seinigen auf, wie wenn er Tote aus dem Grab erweckt. Das ist wohl zu beachten. Denn wenn die Kirche nicht leuchtet, halten wir sie schnell für erloschen und erledigt. Aber so wird die Kirche in der Welt erhalten, daß sie auf einmal vom Tode aufsteht, ja, am Ende geschieht diese ihre Erhaltung jeden Tag unter vielen solchen Wundern.

Mit 24 Jahren erlebte er ein Bekehrung, die ihn dazu führte, mit der katholischen Kirche zu brechen. Er wirkte in Genf, von wo seine Reformation vor allem in Frankreich ausdehnte. Er war sehr systematischer Theologe und unbeugsamer Verfechter der Reformation.

Die Täufergemeinden – erste evangelische Freikirche im 16. Jahrhundert

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Jakob Hutter

Koaner derf zum Glauben gezwungen werden, der Glaube muass aus dem Herzen kommen.

Anfänge in der Reformation

Die Täufer waren nicht zufrieden mit den Neuerungen der Reformation. Vor allem bestanden sie darauf, dass auch kirchlich getaufte Gläubige ihren Glauben mit der Erwachsenentaufe bezeugen sollten. So kam es schon zu Zwinglis Zeiten zur Spaltung. Der Rat der Stadt Zürich verbot den ‚Wiedertäufem‘, sich zu Got­tesdiensten zu versammeln. Darauf erwiderten die Täufer: „Man müsse Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ Viele von ihnen wurden bei Wasser und Brot in den Turm geworfen, andere in der Limmat ertränkt. Trotz aller Verbote breitete sich die Täuferbewegung in den deutschsprachigen Gebieten sehr schnell aus. Grundlage der Taufe war nach ihrer Lehre ein neues Leben in der Nachfolge und nach dem Vorbild Christi. Die Täufer waren Pazifisten, die Kriegsdienst und Notwehr auch in persönlicher Verfolgung ablehnten. Ihr Vorbild waren die Urchristen, die erste Gemeinde. Die Reformatoren sahen sich durch die Täuferbewe­gung bedroht und entschlossen sich, ihre Anhänger mit allen Mitteln auszurotten.

Südtriol

In Südtirol wurde die Täuferbewegung durch Jakob Hutter aus St. Lorenzen populär. Sie wurden verfolgt und vertrieben. Ihre Nachkommen, die Hutterer, leben heute in USA und Kanada. Sie sprechen noch einen Tiroler-Kärntner Dialekt und fühlen sich mit der Heimat ihrer Väter sehr verbunden.

Wikibook mit der Entstehungsgeschichte der Hutterer

Der Pietismus

August-Hermann-Francke

August Hermann Fran­cke

Wahre Glückseligkeit wird der zarten Jugend am besten eingeflößt durch das gottselige Exempel des Präceptors selbst.

Erste pietistische (Pietas = Frömmigkeit) Gruppen gab es um l650 in Holland. ln Hausandachten (collegia pietatis) lehrte man Wiedergeburt und Heiligung. Der Glaube muss durch die Tat bezeugt werden, weltliches Treiben wie Spiel. Tanz, Theater, Kartenspiel, Luxus sind mit einem christlichen Leben unvereinbar. Der ehemals lutherische Pfarrer Philipp Jakob Spener griff 1670 dieses Anliegen auf und gilt als der eigentlich Vater des deutschen Pietismus. August Hermann Fran­cke wurde als Professor nach Halle berufen, wo er neben seiner Lehrtätigkeit ein Waisenhaus, eine Armenschule und einen christlichen Verlag gründete. Das franck`sche Waisenhaus wurde mit 3000 Plätzen zum größten und modernsten Erziehungswerk der damaligen Zeit. Die Pietisten waren eifrige Missionare unter den Juden und Heiden. Mit der Gründung einer Bibelanstalt trugen sie wesentlich zur Verbreitung der heiligen Schrift bei. Weil ihre Predigt einfach war und im­mer auch das Gemüt ansprach, fanden sie bald viele Anhänger in Deutschland.

Die Herrnhuter Brüdergemeinde

Zinsendorf

Nikolaus Graf von Zinsendorf

Ich wollte, dass alle Menschen den Heiland und Seine Wunden lieb kriegten und an Seinen Tod glauben lernten. Ich wollte, sie wüssten, dass der Geist, der Himmel und Erde erschaffen hat, für sie am Kreuz erblasst ist. Dass Er das nicht für die Langeweile getan haben wird, das kann man wohl denken.

1722 siedelte sich eine Gruppe Böhmischer Brüder auf den Besitzungen von Nikolaus Graf von Zinsendorf auf dem Hutberg in Sachsen an. Dieser Ort wurde bald zu einem Zufluchtsort für verfolgte Christen. Darunter waren auch Lutheraner, Reformierte, Separatisten und Täufer. 1727 einigte sich diese zusammenge­würfelte Schar auf eine gemeinsame apostolische Regel“. Neben Bekehrung und Wiedergeburt legte Zinsendorf großen Wert auf die Bruderliebe und die Liebe zu Christus, die durch die meditative Versenkung in das Leiden Jesu (Mystik) wachsen sollte. ln einer Abendmahlsversammlung wurden sie vom Heiligen Geist vereinigt und erlebten, dass ihre Herzen von neuer Liebe und Glauben an den Heiland und zueinander brannten. Sie umarmten sich unter Tränen und wuchsen zu einer heiligen Gemeinschaft zusammen. Die ‚Herrnhuter‘ wurden zum lebendigen Sauerteig des europäischen Protestantismus. Die Bewegung weitete sich durch Missionstätigkeit rasch aus. Es gibt Verbindung zur evangelikalen Erweckung in England. Ein Herrnhuter Prediger führte 1738 John Wesley zur Bekehrung.

Die Methodisten

John Wesley

John Wesley

Einem Ziel sollt ihr bis an das Ende der Zeit nachstreben: euch an Gott zu freuen in Zeit und Ewigkeit.

Der Apostel von England, wie später genannt wurde, erlebte 1738 zusammen mit andern Führern der Erweckung in London während einer Gebets­nacht das Erfülltwerden mit dem Heiligen Geist. Das war der Anfang einer großen Erweckung. Aus der Wesley-Mission entwickelte sich später die Methodisti­sche Kirche.

Die Baptisten

John Smith

John Smith

John Smyth, ein englischer Flüchtling in Amsterdam, taufte 1603 sich selbst und eine Gruppe von Leidensgenossen. Nach seinem Tode führte Thomas Hellwys ei­nen Teil, der so entstandenen Gemeinden zurück nach England, wo er 1612 die erste Baptistengemeinde gegründet wurde. Heute sind die Baptisten mit 35 Mil­lionen erwachsenen Mitgliedern eine der größten Freikirchen.

Die Heilsarmee

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William Booth

William Booth ( 1829-1912) bekehrte sich mit 15 Jahren, wurde mit 23 Jahren Prediger und begann Erweckungsfeldzüge. 1861 bekehrten sich 7000 Menschen: man sprach von der „Fabrik der Bekehrungen“. Die Kneipenbesitzer wehrten sich gegen die Heilsarmee, die ihnen Gäste vergraulte. 1882 wurden 642 Heilar­meeoffiziere, darunter auch Frauen angegriffen und 60 Gebäude wurden verbrannt. Dahinter steckte die „Skelett-Armee“, die von den Brauereien unterstützt wurde. Heute betreibt die Heilsarmee eine sozial-missionarische Arbeit, die von breiten Bevölkerungsschichten geschätzt wird.

Heiligungsbewegung

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Charles Finney

1857 begann in den USA eine mächtige Erweckungsbewegung, die in einem Jahr alle Staaten der USA erfasste und sich dann innerhalb weniger Jahre über Ir­land, Schottland, Wales, England, Südafrika, Skandinavien, die Schweiz und viele andere Länder ausbreitete. In England wurden Konferenzen einberufen, deren segensreiche Auswirkungen über die ganze Erde hin zu verspüren waren. Der Heilige Geist hatte ein Hungern und Dürsten nach persönlicher Heiligkeit wachge­rufen. Damit wurde weiterverbreitet, was schon John Wesley, Charles Finney, Dwighr L. Moody und Du R. A. Torrey und andere erfahren hatten. Durch deren geistgewirkten Dienst bekehrten sich Hunderttausende. Sie alle waren Wegbereiter der Pfingstbewegung.

Die Pfingstbewegung ab 1904

Die Anfänge

Der Katalysator der Pfingsbewegung

William J. Seymour

Der Mann er Heilungen

John G. Lake

Die Pfingstbewegung entwickelte sich aus der Heiligungsbewegung des späten 19. Jahrhunderts. Diese Erweckungsbewegung war Ausdruck, der sowohl sozia­len, als auch theologischen Unzufriedenheit innerhalb der Unter- und Mittelschicht des Volkes. Die Heiligungsanhänger missbilligten die Gottlosigkeit der tradi­tionellen Konfessionen, sowie den zunehmenden Reichtum und die mangelnde Schlichtheit der Kirchen. In ihrer Unzufriedenheit gründeten sie neue religiöse Gemeinschaften, die es sich zur Aufgabe machten, Vollkommenheit in Christus anzustreben. Ehemalige Methodisten, Presbyterianer und Baptisten erlebten eine erneute Ausgießung des Heiligen Geistes, genau wie sie die Urgemeinde erstmals in der Apostelgeschichte erfuhr.

Azusa

Weltweite Aufmerksamkeit erlangte die Pfingstbewegung im Jahre 1906 durch die von dem afroamerikanischen Prediger William Joseph Seymour gelei­tete Erweckung in der Azusa Straße in Los Angeles. In einer von Parham geführten Bibelschule in Houston (Texas) hatte er 1905 von der Taufe im Heiligen Geist erfahren. Nachdem ihm Anfang 1906 das Pastorat einer schwarzen Heiligungsgemeinde in Los Angeles angeboten wurde, eröffnete Seymour im April die historische Versammlung im Zentrum von Los Angeles.

Der Durchbruch

Apostel des Glaubens

Smith Wigglesworth

Nicht was ich sehe oder höre, sondern was ich Glaube, bestimmt mein Handeln.

Ein außergewöhnlicher „Apostel des Glaubens“ war Smith Wiggelsworth. Unter seinem Dienst geschahen Zeichen und Wunder, wie sonst wahrscheinlich bei keinem vorher und nachher. Er hatte einen unerschütterlichen Glauben, eine außergewöhnliche Lehrgabe und eine teilnahmsvolle Barmherzigkeit für Menschen in Not.

Die Pfingsbewegung

Die Pfingstbe­wegung ist die bei weitem größte und bedeutendste religiöse Bewegung des 20. Jahrhunderts. Seit ihrem Beginn, mit einer handvoll Bibelstudenten in Topeka (Kansas) im Jahre 1901, wuchs die Gesamtzahl der Pfingstler im 20. Jahrhundert beständig an, bis sie im Jahre 1993 zur größten protestantischen Gruppierung avancierte. Im Jahre 2000 gab es ca. 560 Millionen Pfingstler auf der Welt.

CGS

Obwohl die CGS keine klassische Pfingstgemeinde ist, ist sie doch stark in deren Einflussbereich. Die Pfingstbewegung gewinnt zunehmen an Einfluss in vielen evangelikalen Gemeinden, aber auch innerhalb der traditionellen Kirchen. Man spricht von charismatischen Gemeinden oder Gemeinschaften.

 

Evangelische Allianz

Die Evangelische Allianz ist ein evangelikales Netzwerk von evangelisch-reformatorisch gesinnten Christen aus verschiedenen Kirchen und Gemeinschaften. In der weltweiten Evangelischen Allianz sind heute 600 Millionen Christen zusammengeschlossen. Die theologische Basis der Evangelischen Allianz sind die reformatorischen Bekenntnisse. Die Christengemeinden Südtirol sind Mitglied der Alleanza Evangelica, bzw. Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) deren Sitz in New York ist. Ziel ihrer Arbeit ist die Zusammenarbeit und das Zeugnis evangelikaler Christen weltweit zu fördern.

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