Die Berufung der ersten Jünger: Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes (Matthäus Kap. 4):
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Seit dieser Zeit fing Jesus an zu predigen: „Tut Buße, denn das Reich der
Himmel ist nahe herbeigekommen.“
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Als nun Jesus am Galiläischen Meer entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, der
Petrus genannt wird, und Andreas, seinen Bruder; die warfen ihre Netze ins
Meer; denn sie waren Fischer.
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Und er sprach zu ihnen: Folgt mir nach;
ich will euch zu Menschenfischern machen!
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Sogleich verließen sie ihre Netze und folgten
ihm nach.
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Und als er von dort weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn
des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, im Boot mit ihrem Vater Zebedäus,
wie sie ihre Netze flickten. Und er rief
sie.
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Sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten ihm nach.
Die
Berufung des Levi (Markus Kap. 2):
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Und er ging wieder hinaus an den See; und alles Volk kam zu ihm und er lehrte
sie.
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Und als er vorüberging, sah er Levi, den Sohn des Alphäus, am Zoll sitzen und
sprach zu ihm: Folge mir nach! Und er
stand auf und folgte ihm nach.
Wenn man diese Bibelgeschichte liest, fragt man sich: Was ist in diese Menschen gefahren, dass sie aufstehen, ihre Existenz zurück lassen um diesem „Rabbi“ nachzufolgen.
Die Nachfolge eines Rabbi hatte im alten Israel Tradition. Zum Unterschied anderer Völker, gab es in Israel so was wie die allgemeine Schulpflicht für Buben. Sie bestand darin, dass die Schüler in der Synagoge die Thora, die fünf Bücher des Mose auswendig lernten. Ja du hast recht gelesen, sie lernten sie auswendig. Die besten Schüler wurden den Rabbinern vorgeführt und sie unterhielten sich mit ihnen. Und nur die Besten hatten das Privileg, zu den Füßen eines Rabbis weiter studieren zu können. Die anderen konnten dann den Beruf ihres Vaters erlernen, so wie es übrigens Jesus auch tat. So geschah die Selektion der Rabbiner zurzeit Jesu.
Und wie berief Jesus seine Jünger?
Er berief Jünger wie andere Rabbis es auch taten, aber nicht die mit einem summa cum laude Diplom. Er berief Fischer, Handwerker, Zöllner und Freiheitskämpfer. Menschen ohne Auszeichnung.
Welche Erwartungen hatten sie an diesem mittellosen Wanderprediger?
Was hat ihnen Jesus versprochen!?
Levi hatte ja schon Traumjob. Er war römischer Beamter, eine absolut krisensichere Branche. Er pachtete bei der römischen Besatzungsbehörde eine Zollstation, knöpfte den Reisenden das Geld ab und führt die Zollgebühren an die verhasste Besatzungsmacht ab. Den Rest behielt er für sich selbst, und eine Steuerquittung gab es noch nicht. Mit so einem Job lässt es sich leben.
Als Jünger Jesu hatte Levi das alles nicht mehr. Nicht das Elementarste wie Essen und Trinken waren gesichert. Wo und ob man das nächste Dach über dem Kopf findet und ein Kissen unter dem Kopf, war genauso unsicher.
Was bedeutet eigentlich „Jesus nachfolgen?“
Heißt das den Beruf an den Nagel hängen um Pfarrer, Pastor oder Missionar zu werden?
Was wäre, wenn Jesus heute zu deiner „Zollstation“ käme und sagt: „Folge mir nach!“
Würdest Du aufstehen?
Würdest Du bereitwillig deine „Zollstation“ verlassen?
Ob für Levi, Andreas oder Petrus, alle wurden auf dieselbe Art und Weise berufen und alle waren bereit einschneidende Veränderungen in ihrem Leben zuzulassen.
Wie wichtig ist Dir die Sache mit Jesus?!
Wie steht es da mit mir; mit dir?
Wie wichtig ist Uns die Sache Jesus?!
HABEN WIR JESUS MISSVERSTANDEN
Das alles beherrschende Thema von Jesus war die Verkündigung des Reiches Gottes.
Er war und ist nicht der Seelenretter, der die armen verlorenen Sünder dem Rachen der Hölle entreißt! Dies ist eher ein „günstiger, unerlässlicher Nebeneffekt“. Für uns Christen wurde dies jedoch zur Hauptsache der christlichen Verkündigung.
In unserem Land finden wir überall Kruzifixe. Auch ich schätze diese Symbolik. Dennoch, auch das Kreuz war „nur“ der Wegbereiter für Gottes übergeordnetes Ziel. Ich will damit keineswegs die Bedeutung des Kreuzestodes Christi schmälern. Am Ende der Bibel jedoch, sehen wir Jesus nicht mehr als den Gekreuzigten, nicht mehr als das erwürgtes Lamm; wir sehen ihn als König in seinem Reich vor dem man ausruft: „Halleluja! Denn der HERR unser Gott, der Allmächtige, hat sein Reich eingenommen! Lasset uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Braut hat sich bereitet“ (Of. 19,6-8).
Jesus ruft keine armen Sünder um sie in den Himmel zu bringen, weil sie sonst in der Hölle landen würden. Jesus ruft „Jünger“, damit er sie in sein himmlisches Königreich einführen kann. Er ruft Uns zur Nachfolge ins himmlische Jerusalem (Of. 21,1-3), der universellen Machtzentrale Gottes um mit ihm dort zu herrschen (Of.2,26-27). Wir gehen nicht in den Himmel, um uns dort auf einer Schäfchenwölke niederzulegen und gelangweilt mit der Harfe zu klimpern. Wir gehen in den Himmel, weil dort Gottes Thron ist und weil Jesus gesagt hat, „wer überwindet, dem werde ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen“ Of.3,21. Aber bevor es soweit ist, müssen wir noch einiges lernen!
Bist du bereit?
Jesus glaubt an dich. Er ruft dir zu: folge mir nach!
Zögerst du immer noch?
Er glaubt an dich, glaubst du auch an Ihn?
Bevor Jesus im Vers 19 sagte „Folge mir nach“ (Mt. 4,19) sagte er im Vers 17: „Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen.“ Dann standen die Männer auf, verließen ihren Beruf, ihre Familie (vorübergehend) und folgten Jesus nach. Sofort begann Jesus zu predigen (V. 23), d.h. es begann mit der Ausbildung der Berufenen. Sie hörten von Jesus, sie sahen ihn handeln und fingen so an das Reich Gottes, von innen her kennen zu lernen. Und Jesus tut noch was; er tut Zeichen und Wunder, die immer dann passieren, wenn das Reich der Himmel in das Reich der Menschen eindringt.
Bist du bereit deinen bisherigen Lebensstil aufzugeben um Jesus nachzufolgen?
Was bedeutet es Jesus nachzufolgen?
Was bedeutet es ein Jünger Jesu zu sein?
Was bedeutet es ein „königlicher Priester“ zu werden? (Of.1,6)
1. Ein Jünger ist zuerst mal ein Lernender – ein Schüler.
2. Ein Jünger ist ein Hörender – er liest die Bibel und hört auf die Stimme des Geistes.
3. Ein Jünger ist ein Sprechender;
a. Er spricht im Gebet mit Gott. Er offenbart
sich dem Vater, er bittet und er betet Ihn an.
b. Er spricht zu den Menschen als Sprachrohr
Gottes (Menschenfischer V.19).
4. Ein Jünger lebt in Gemeinschaft.
Jesus hatte 12 Jünger, und zu ihnen sagte er: „… ich will meine Gemeinde bauen,
..“ (Mt. 16,18). Wir leben heute in einer Singelgesellschaft. Es gibt zu viele
„gemeindelose Christen“. Dies ist nicht Gottes Model, sondern das des
Widersachers. Gott ist ein Gott der Gemeinschaft. Sogar er als Person ist nicht
„Singel“ sondern „Tripel“.
Was muss sich in meinem Leben ändern, damit ich ein Jünger Jesu werde?
04.01.12 - SWK