Gottes Verheißung erleben

Was ist eine Verheißung Gottes?

Wir verwenden dieses Wort in unserem modernen Wortschatz kaum noch und wenn wir es hören, dann denken wir sofort an etwas Antiquiertes. Aber, was ist denn eine Verheißung?

Verheißung Gottes

In 1. Mose 12 finden wir die Urverheißung Gottes an Abram.

1 Dann befahl der Herr Abram: »Verlass deine Heimat, deine Verwandten und die Familie deines Vaters und geh in das Land, das ich dir zeigen werde!

2 Von dir wird ein großes Volk abstammen. Ich will dich segnen und du sollst in der ganzen Welt bekannt sein. Ich will dich zum Segen für andere machen.

3 Wer dich segnet, den werde ich auch segnen. Wer dich verflucht, den werde ich auch verfluchen. (1. Mose 12, 1-3 NL)

Bevor Gott eine Verheißung aussprach, gab er Abram einen Befehl: »Verlass deine Heimat, deine Verwandten und die Familie deines Vaters und geh in das Land, das ich dir zeigen werde!

Was können wir lernen?

Gott sprach und Abram tat. Stell dir einmal vor, Gott würde das gleiche zu dir sprechen. Wie würdest du dich verhalten? Würdest du dich aufmachen und gehen? Gott gibt Abram nicht mal eine genaue Anweisung wohin er gehen sollte. Er drückte ihm keine Landkarte in die Hand. Er sagte nur; geh in das Land, das ich dir zeigen werde! Eine etwas magere Reisebeschreibung, für eine Weltreise, oder? Aber Abram packte seine Familie zusammen und ging. Und das nicht in den jugendlichen Alter, sondern mit 75 Jahren, in einem Alter, wo man lieber nicht mehr so weit reisen will.

Die Verheißung kam also nach dem Gehorsam. Zuerst wollte Gott die Bereitschaft Abrams prüfen und dann gab er ihm diese Verheißung: Von dir wird ein großes Volk abstammen. Ich will dich segnen und du sollst in der ganzen Welt bekannt sein. Ich will dich zum Segen für andere machen.

Wie wir alle bestens wissen, haben hunderte Jahre später, die Nachfahren Abrams das Land Kanaans geerbt und sind zu einer großen Nation geworden. Hat sich also die Verheißung Gottes erfüllt, oder ist sie immer noch wirksam?

Ja, diese Verheißung ist immer noch Wirksam und daran stoßen sich unsere Vorfahren seit Generationen. Man hat im Laufe der Geschichte, das Volk Israels, in unzähligen Pogromen versucht zu vernichten. Der furchtbarste Pogrom, war der Holocaust vor 80 Jahren, verursacht durch unsere Vorfahren, unsere Väter und Großväter im Deutschen Reich.

Und es hat sich nach tausenden von Jahren, die Verheißung an Abram, wieder bewahrheitet: Wer dich segnet, den werde ich auch segnen. Wer dich verflucht, den werde ich auch verfluchen. Der Holocaust, mit sechs Millionen toten Juden, war noch nicht abgeschlossen, dass ebenso viel Deutschen Soldaten den gewaltsamen Tod fanden (die zivilen Opfer nicht eingerechnet). Das Land und die Nation waren ein Trümmerfeld und Millionen von Männern in Gefangenschaft. Deutschland war in der Hand der Feinde.

Man hat den Kindern Abrams geflucht und selbst den Fluch geerntet. „Wer Wind sät, wird Sturm ernten.“ (Hosea 8,7)

Wollen wir etwas lernen aus der Geschichte oder die Fehler immer wieder widerholen?

Wollen wir Menschen sein, die den Fluch oder den Segen Abrams ernten?

Wie wir eben gesehen haben, liegt der Segen und der Fluch in unserer Hand. Wir entscheiden. Gott hat sich schon vor fast 4000 Jahren entschieden, indem er eine Verheißung aussprach und niederschreiben ließ. Eine Verheißung, die er noch nie zurückgenommen hat und bis zum Ende der Menschheitsgeschichte wirken läßt.

Wir sind gut beraten, auf Gottes Wort zu hören und danach zu handeln, um ganz automatisch und ohne Stress die Früchte des Segens, für unser Leben und für unsere Nation zu ernten.

Ich wünsche Dir Gottes Segen!

 

Vielleicht brauchen Segen eine längere Zeit zu ihrer Erfüllung als Flüche

 

Dr. Eberhard Rau

SK


Archäologische Funde, Zeugen der Wahrheit

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