Glauben – was ist das?

Gott liebt alle Menschen ganz gleich wer sie sind; er hilft jedoch nur denen, die Glauben. Die Schatzkammer Gottes können wir nur durch den Schüssel des Glaubens aufschießen! „Weil ihr glaubt, soll es geschehen“, sagte Jesus zu den Eltern, dessen Tochter gestorben war.[i] Damit benutzten sie den Schlüssel des Glaubens und empfingen Gottes Hilfe.

Ein Anschauungsunterricht zum Glauben


Der Glaube eines Leprakranken

Ein Leprakranker kam zu Jesus. Vielleicht, dachte er, Jesus sei seine letzte Hoffnung auf Heilung. Menschen können ihn nicht helfen. „Herr wenn du willst, kannst du mich rein machen“, sagte er zu Jesus. Dieser berührte ihn bei der Hand und sagte, „ich will es, sei rein![ii] Der Leprakranke war augenblicklich gesund.

Es gab viele leprakranke Menschen in Israel. Geheilt wurde dieser eine Mann. Er benutzte den Schlüssel des Glaubens. Eigentlich hätte er sich von allen Menschen, wegen seiner ansteckenden Krankheit fern halten müssen. Wenn er andere Menschen traf, hätte er rufen müssen, „unrein, unrein!“. Das alles tat er nicht. Er rief, „Herr, wenn du willst, kannst du mich rein machen.“

«Wenn du in Not bist, dann schreie, bis Jesus dich hört!»


Der Glaube des Hauptmanns

Gleich anschließend wird uns die Geschichte vom Diener des Hauptmannes erzählt. „Herr“, sagte er, „mein Diener liegt gelähmt zu Hause und hat furchtbare Schmerzen.“ Jesus erwiderte: „Ich will kommen und ihn heilen.“ Der Hauptmann, in Lateinisch Centurio, war kein Jude. Er war ein römischer Soldat. Ein Jude durfte nicht in das Haus eines Heiden gehen. Weshalb der Centurio auch erstaunt war, dass Jesus so schnell einwilligte, in sein Haus zu kommen und fügte gleich hinzu, „Herr, ich bin es nicht wert, dass du unter mein Dach kommst. Sprich nur ein Wort und mein Diener wird gesund!

Jesus war so überwältigt von dieser Aussage, dass er erwiderte, „solch einen Glauben habe ich in ganz Israel bei niemand gefunden.“ Er sagte dann: „Geh nach Hause! Was du mir zugetraut hast, soll geschehen!“ Zur gleichen Zeit wurde sein Diener gesund. [iii]

Wer benutzte den Schlüssel des Glaubens?

Der Kranke oder der Hauptmann?

«Es ist faszinierend, dass man für jemand anderen glauben kann!»


Der Unglaube der Jünger

Jesus war müde, er brauchte eine Auszeit. So nahmen er und die Jünger ein Boot und fuhren auf die andere Seite des Sees. Als sie auf dem See waren, kam plötzlich ein heftiger Sturm auf, sodass die Wellen das kleine Boot zu begraben drohten. Und was tat Jesus? Er schlief, er bekam von allem nichts mit. Die Jünger stürzten schließlich zu ihm und weckten ihn auf und schrien, „Herr rette uns! Wir gehen unter!“ Aber Jesus sagte ihnen: „Warum habt ihr solche Angst, ihr Klein- Gläubigen?“ Dann stand Jesus auf und bedrohte den Wind und den See. Da trat eine große Stille ein.[iv]

«Mit Jesus an deiner Seite, bist du im ärgsten Sturm sicher. Komm in Glauben zu ihm!»


Der Glauben des Synagogenvorstehers

Der Synagogenvorsteher von Kapernaum, der Stadt am Seeufer, in der Jesus und seine Jünger wohnten, wurde schwer krank und starb. Da Jesus die Synagoge besuchte und der Synagogenvorsteher ihn kannte, kam er mit der letzten Hoffnung zu Jesus und sagte: „Meine Tochter ist eben gestorben. Aber komm bitte und lege ihr die Hand auf, dann wird sie wieder gesund.“ Anscheinend wusste der Vater über Jesus Bescheid. Er wusste offenbar, dass Jesus die Hände auflegte und Menschen heilte. Als Jesus nun in sein Haus kam, waren im Haus die Klageweiber und Flötenspieler, die das tote Mädchen beweinten. Er schickte sie alle vor die Türe, erfasste die Hand des Mädchens und führte sie, wiederhergestellt zu ihren Eltern[v].

Auch hier wieder, begegnet uns ein Vater, mit einem unerschütterlichen Glauben. Er glaubte, wo es menschlich gesehen, nichts mehr zu glauben gab. Der Vater benutzte den Schlüssel des Glaubens und rettete seine tote Tochter.

«Selbst der Tod ist keine unüberwindbare Grenze, für die, die glauben!»


Der Glauben einer Frau mit Blutungen

Als Jesus noch zum Haus des Synagogenvorstehers eilte, drängte sich eine Frau von hinten heran und berührte den Zipfel seines Gewandes. Sie litt seit zwölf Jahren an starken Blutungen und wollte nicht öffentliche ihre Krankheit preisgeben. Sie sagte sich: „Wenn ich nur sein Gewand berühre, werde ich wieder gesund.“ Jesus drehte sich um, sah die Frau an und sagte: „Du musst keine Angst haben, meine Tochter, dein Glaube hat dich geheilt.“ Im selben Augenblick war die Frau geheilt.[vi]

Wer hat die Frau geheilt?

Wir sagen, Jesus hat sie geheilt.

Jesus sagte jedoch, „Dein Glaube hat dich geheilt.“

«Immer wenn Himmel und Erde sich berühren, geschehen übernatürliche Zeichen und Wunder!»


Der Glauben der Blinden

Als Jesus von dort weiterging, folgten ihm zwei Blinde und schrien: „Sohn Davids, hab Erbarmen mit uns!“ „Glaubt ihr, dass ich euch helfen kann“, fragte sie Jesus. „Ja, Herr“, sagten sie. Da berührte er ihre Augen und sagte: „Weil ihr glaubt, soll es geschehen.“[vii] Der Evangelist Lukas gibt die Worte Jesu wie folgt wieder: „Dein Glaube hat dich geheilt.“[viii]

Nicht Jesus überredete sie, sondern sie kamen zu Jesus, sie schlossen die Türe zu göttlichen Schatzkammer mit dem Schlüssel des Glaubens auf und das Heilungswunder geschah.

«Sei unverschämt, wie die Blinden, wenn es darum geht, Hilfe von Jesus zu empfangen!»


Der Glaube eines Gelähmten

Während einer Predigt von Jesus, trugen Männer einen Gelähmten, zu seinem Haus in Kapernaum. Weil so viele Menschen sich um Jesus scharten, dass kein Durchkommen mehr war, deckten sie flugs die Lehmdecke seines Hauses ab und seilten den Gelähmten ab, sodass er vor die Füße Jesu zu liegen kam. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zum Gelähmten: „Mein Sohn deine Sünden sind dir vergeben.“ Der Mann stand sofort auf, nahm seine Matte und ging vor den Augen der Menschenmenge hinaus.

Die Freunde des Gelähmten benutzten den Schlüssel des Glaubens und brachten ihren Freund zu Jesus. Sie scheuten keinen Preis um ihren Freund zu Jesus zu bringen.

«Sei ideenreich, wenn es darum geht, Jesu Hilfe deinen Freunden zu bringen!»


Der Glaube des Vaters eines dämonisierten Kindes

Wieder kam ein Vater zu Jesus und sagte: „Rabbi, ich bin mit meinem Sohn hierhergekommen und wollte ihn zu dir bringen. Er kann nicht sprechen, weil er von einem bösen Geist besessen ist. Und immer wenn dieser Geist ihn packt, zerrt er ihn zu Boden. Er hat dann Schaum vor dem Mund, knirscht mit den Zähnen und wird ganz starr. Oft hat ihn der Geist schon in das Feuer oder ins Wasser geworfen, weil er ihn umbringen wollte. Aber wenn du etwas machen kannst, dann hab Erbarmen mit uns und hilf uns!“ Jesus erwiderte: „Wenn du etwas machen kannst? Für den, der Gott vertraut, ist alles möglich!“ Da schrie der Vater des Jungen: „Ich glaube ja! Hilf mir bitte aus dem Unglauben!“ Jesus erfasste die Hand des Jungen und befreite ihn.[ix]

Selbst das Bekenntnis, nicht glauben zu können, reichte aus, um den Schlüssel des Glaubens zu bedienen, um Gottes Hilfe zu erfahren.

«Für den, der Gott vertraut, ist alles möglich!»


Fazit:

Jesus reagiert auf Glauben ultra- sensibel. Wenn wir in Glauben zu Jesus kommen, geschehen wundersame Veränderungen. Nicht gute Werke, Sündlosigkeit oder Wissen bewegen Gottes Herz sosehr, wie unser kindlicher Glaube. Glauben ist nicht eine bestimmte theologische Glaubensüberzeugung. Glaube ist Tun. Wirf allen Zweifel, alle Theologie und Philosophie über Bord, die dich hindern diesen kindlichen Glauben zu leben.

Der Schüssel des Glaubens öffnet ohne Anstrengung das Schloss zur himmlischen Schatzkammer. In den erwähnten Begebenheiten, wurden Menschen geheilt, ein Mädchen von den Toten auferweckt, andere aus Todesnöten errettet, es wurde ein Sturm gestillt. Die Menschen, die diesen Schlüssel gebrauchten, waren Juden, Heiden, Eltern, Kinder, Soldaten, Religiöse usw. Ganz gleich, wer sie waren, was sie taten; wenn sie den Schlüssel des Glaubens bedienten, geschah Veränderung. Egal, in welcher Lebenssituation wir uns befinden, wir können mit diesem Schlüssel des Glaubens, Gottes Schatzkammer aufschließen.

In Gottes Schatzkammer gibt es keine Selbstbedienung, wir werden von Jesus bedient. Man holt sich ab, was Jesus gibt. Die Hilfe kann gesundheitlicher Art sein, kann aber auch finanzielle, gesellschaftliche, berufliche oder politische Aspekte betreffen. Das „Zahlungsmittel“ ist unser Glauben, unser Vertrauen an Jesus. Fange gleich heute damit an!

 

SK


Ist „Für-wahr-halten“ Glauben?


Heilung und Vergebung – zwei Seiten einer Medaille



Mit Jesus siegreich durch die Stürme des Lebens


Quellen:

[i]   Matthäus 9,29

[ii] Matthäus 8, 1-4

[iii] Matthäus 8, 5-13

[iv] Matthäus 8, 23-27

[v] Matthäus 9, 18-19 ; 23-25

[vi] Matthäus 9, 20-22

[vii] Matthäus 9, 27-31

[viii] Lukas 18, 42

[ix] Markus 9,15-29

Die Bibeltexte wurden aus NeÜ entnommen.

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