Geistliche Fußabdrücke

Welche geistlichen Fußabdrücke hinterlässt dein Leben? Was für eine geistliche Atmosphäre schaffe ich um mich herum? Wenn man zu mir nach Hause kommt, stinkt es da oder verbreite ich einen angenehmen Wohlgeruch Gottes um mich herum?

Geist, Seele, Körper

Er (der Gott des Friedens) schütze euern Geist, eure Seele und euern Körper, …. (1. Thess. 5,23 NL)

Wir sind also nicht nur Menschen mit einem Körper und einer Seele; wir sind auch Menschen mit einem menschlichen Geist. Dieser menschliche Geist, ist nicht der Heilige Geist. Es ist das geistliche „Organ“ eines jeden Menschen! Es ist dem Wesen Gottes ähnlich. Mit dem menschlichen Geist, können wir Gottes Stimme hören, wir können Ihn sehen und verstehen.

Wenn die Bibel sagt, dass ihr tot wart durch eure Übertretungen und Sünden[i], dann bedeutet dies, dass der menschliche Geist nicht mehr richtig funktionierte. Der menschliche Geist wurde im Menschen geschaffen, damit der Mensch mit Gott kommunizieren kann. Es ist gewissermaßen die göttliche Funkstation in uns. Der Verstand ist dafür da, um zu verstehen und um die körperlichen Funktionen zu steuern, die Augen sind dafür da um zu sehen, die Ohren um zu hören und der menschliche Geist ist da um die göttlichen Dinge zu verstehen. Diese geistliche Funktion ging beim natürlichen Menschen (bei allen Menschen nach Adam) verloren. Die Bibel bezeichnet dies als geistlichen Tod. Satan versucht seit dem, den Menschen für seine Zwecke zu manipulieren und missbraucht die „Funkstation Gottes“ für seine Zwecke. Und so entstanden im Laufe der Geschichte, ganz viele Parallelen zu geistlichen Disziplinen: die Anbetung Gottes wurde zur Anbetung von Geschöpfen (Pop – und Film Stars, Staatmänner…), Segen wurde zu Fluch, Weissagung wurde Wahrsagung, Geistlichkeit zu Spiritismus usw. Der Kommunismus hat beispielsweise in vielen Ländern einen religiösen Atheismus hervorgebracht. Im Mittelpunkt steht eine pseudoreligiöse Verehrung von Staatsmännern.

Wir hinterlassen geistliche Fußabdrücke

Jeder Mensch, ganz gleich, ob er an Gott glaubt oder nicht, hinterlässt geistliche Fußabdrücke in seiner Umwelt. Ganz gleich, in welche Firma wir gehen oder welche Kirche wir besuchen, wir werden immer auch mit einer geistlichen Atmosphäre konfrontiert sein. Diese Atmosphäre ist von Menschen gemacht und kann allenfalls von geistlichen Mächten (Dämonen, Engel) verstärkt werden. Wenn ich Familien besuche, kann ich manchmal eine geistliche Atmosphäre der Angst, des Hasses, oder des Friedens und der Liebe spüren. Wenn man dann mit den Bewohnern anfängt zu sprechen, dauert es meistens nicht lange, dass die geistliche Atmosphäre „Worte“ bekommt. Dasselbe erfahren wir mitunter auch beim Besuch von Kirchen; man geht hinein und es bläst ein kalter, aggressiver, gottesabweisender Wind entgegen, oder man kann manchmal den sanften Wind des Geistes empfinden.

Die Menschen in einer Nation, Ethnie, Familie, Gemeinde, Kirche oder Firma, prägen eine geistliche Atmosphäre, ob sie sich dessen bewusst sind oder nicht.

Ich frage mich, welche Spur hinterlasse ich?

Werden die Menschen in meinem Hause erbaut, werden sie geschätzt, oder haben sie Angst, sind verunsichert und gedemütigt?

Um eine geistliche Atmosphäre zu schaffen, muss ich gar nicht viel sagen; ich muss nur Sein. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns klar werden, wer wir sind?

Wer bin ich?

Welche Ereignisse in meinem Leben prägen mich positiv oder negativ?

Errettet ist nicht gleich erlöst

Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise 1Petr 1,18

Wir wurden errettet von der ewigen Verdammnis[ii], aber wir hängen vielleicht immer noch am „nichtigen Wandel der Väter“.

Jesus will uns jedoch vom nichtigen Wandel der Väter Weise erlösen!

Erlöst -> Er löst -> Er löst uns von ….

Ich mache ein Beispiel: Ich habe Gott um Vergebung meiner Sünden gebeten und Jesus hat meine Schuld am Kreuz bezahlt. Ich komme also nicht mehr in die ewige Verbannung von Gott, sondern darf ihm ewig dienen. Dennoch rauche ich weiter, ich lüge und stehle, zwischen durch habe ich auch mal eine außereheliche sexuelle Beziehung und ziehe mir Pornos hinein.

Wenn dem so ist, dann bin ich gebunden und brauche Er – lösung. Ich bin wie ein Ochse mit einem Nasenring an der nichtigen Lebensweise meiner Väter an – gebunden. Dazu sagt Paulus, ich tue nicht das, was ich tun will; im Gegenteil, ich tue das, was ich verabscheue[iii].

Hier ist die Gute Nachricht: Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei[iv]. Er will uns frei machen. Er will uns lösen von dem Hass gegen Menschen, die uns Leid zugefügt haben. Er will uns lösen von psychischen und sexuellen Bindungen.

Sag JESUS von was er dich frei machen soll. Sag Ihm aus welchem Gefängnis er dich führen soll. Jesus will dich frei und glücklich sehen. Er sucht jedoch dein Einverständnis.

In Apostelgeschichte 5 lesen wir, dass der Hohe Rat die Apostel ins Gefängnis werfen lies. Aber der Engel des Herrn tat in der Nacht die Türen des Gefängnisses auf und führte sie heraus[v]. Der Engel hat sie nicht auf den Händen hinausgetragen. Sie mussten schon selbst gehen. Es genügt nicht zu sagen; „wenn der Herr will, wird er dies oder jenes tun“. Der Herr will, aber er wartet darauf, dass auch du willst und deine Füße bewegst!

Ein Wohlgeruch seiner Erkenntnis

Gott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus und offenbart den Wohlgeruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten! 2Kor 2,14

Wie können wir ein Wohlgeruch seiner Erkenntnis sein?

Indem wir den Gestank unseres unerlösten Lebens ablegen und uns waschen. Dann wird überall wo wir sind, ein geistlicher Wohlgeruch entstehen. Wir verbreiten, wo wir sind, einen göttlichen Duft und die Menschen guten Willens fühlen sich wohl.

Nach so einer Atmosphäre sehnen sich die Kinder in deiner Familie, sehnen sich Mitarbeiter in deiner Firma, sehnen sich Schüler in deiner Schulklasse usw. In solch einer Atmosphäre des geistigen Wohlgeruchs, können göttliche, geistliche Strukturen wachsen und gedeihen.

Ich wünsche uns, dass wir solche „geistliche Fußabdrücke“ in der Gesellschaft und in unseren Familien hinterlassen, die über Generationen hin sichtbar bleiben!

SK – info@christengemeinden.it

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[i] Eph 2,1

[ii] Röm 8,1

[iii] Röm 7,15

[iv] Joh 8,36

[v] Apg 5,19

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