Die ständige Erneuerung des Menschen

Solange wir leben, geschieht eine ständige Erneuerung des Menschen. Dies ist absolut überlebensnotwenig. Andernfalls würden wir sehr schnell sterben. Aber nicht nur der gesunde physische Mensch hat einen hocheffizienten Reparaturmechanismus sondern auch der geistliche.

Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert.

2.Kor.4,16 Luther

Reparaturmechanismus des Menschen

Vor Jahren ist die Wissenschaft davon ausgegangen, dass die DNA eines Lebewesens stabil ist und sich nicht verändern kann. Man hat jedoch in den letzten Jahrzehnten erkannt, dass die DNA bei Menschen aber auch bei anderen Lebewesen ständig beschädigt wird. Die Wissenschaftler sprechen von 10.000 DNA Schäden an einem Tag, an einer einzigen Zelle. Zuständig dafür sind Chemikalien, Umweltgifte, UV Licht oder radioaktive Strahlungen.

Aber auch ganz ohne solche Angriffe ist ein DNA-Molekül instabil. Jeden Tag können sich tausende von spontanen Änderungen in einem Zellgenom ereignen. Auch wenn bei der Zellteilung DNA kopiert wird, können Schäden auftauchen. Komplettes Chaos bricht in unserem Genmaterial nur deshalb nicht aus, weil bestimmte molekulare Systeme ständig unsere DNA überwachen und reparieren.

Die Beschädigungen der DNA sind so massiv, dass ein Mensch innert kürzester Zeit sterben müsste, gäbe es da nicht einen hocheffizienten Reparaturmechanismus.

Einige Krebsarten werden genau deshalb verursacht, weil dieser Reparaturmechanismus versagt hat. Herausgefunden haben das drei Biochemiker, Tomas Lindahl, Paul Modrich und Atiz Sacar, die für ihre Entdeckungen des Reparaturmechanismus, den Bio Nobelpreis 2016 bekommen haben.

Die ständige Erneuerung des Menschen

Alle Menschen sind bereits mit einem erheblichen genetischen Defekt geboren und dies nicht nur im physischen Bereich. Die Bibel sagt, dass die physische Lebenserwartung seit der Erschaffung des Menschen um ein vielfaches gesunken ist. Das bedeutet, dass der Mensch zu viel längerem Leben bestimmt war. Schlimmer noch, ist die geistliche Degeneration des menschlichen Geistes, der schließlich in Ersatz- Religiosität, Esoterik, Götzendienst und Atheismus seinen Niederschlag findet.

Gott will den „verlorenen“ Mensch wieder herstellen

Der große Theologe Paulus schrieb: Denn sie, die er im Voraus erwählt hat, die hat er auch im Voraus dazu bestimmt, in Wesen und Gestalt seinem Sohn gleich zu werden, denn er sollte der Erstgeborene unter vielen Brüdern sein. Röm.8,29 NeÜ

Damit der Mensch wieder Mensch wird, hat Gott seinen Prototyp auf die Erde geschickt – Jesus. Er ist von einer Frau geboren, aber nicht von einem Mann gezeugt[i]. Er trägt nicht den Gendefekt in sich, den alle anderen Menschen in sich tragen[ii]. Und jetzt sagt Paulus, dass uns Gott im Voraus, also noch vor der Erschaffung der Welt, weil Gott ja das Dilemma des Menschen voraussah, dazu bestimmt hat, dem Wesen und der Gestalt seines Sohnes, seines Prototypen gleichgestaltet zu werden.

Mit anderen Worten, mit der geistlichen Gleichgestaltung in das Bild von Jesus, wird der Mensch ein neuer Mensch, ein neu geborener Mensch[iii]. In der Verbindung mit Jesus, wird also der geistliche Reparaturmechanismus wirksam. Der Mensch fängt wieder an geistlich zu funktionieren.

Diese Erfahrung ist für viele Menschen überwältigend. Nie hätten sie gedacht, dass sie mit Gott kommunizieren könnten. Dass sie Gottes Nähe und Wärme spüren könnten.

Geistlicher Erneuerung des Menschen

Dieser Prozess der Wiederherstellung, der geistlichen Erneuerung, dieser Reparaturmechanismus des Menschen, beansprucht unser ganzes Leben. Ähnlich wie ein ungesunder Lebensstil, Radioaktivität und chemische Substanzen aus unserer Umwelt die DNA konstant schädigen, schädigt uns unsere geistige Umwelt permanent. Unser geistlicher Code wird beständig beschädigt durch Hass, Unversöhnlichkeit, Pornographie, Götzendienst, falsche Religiosität und vieles mehr. Gäbe es da nicht diesen wirksamen Reparaturmechanismus durch Jesus, wären wir in kürzester Zeit geistlich Tod.

Damit der Reparaturmechanismus jedoch gut funktionieren kann, braucht es fortwährend geistliche Nahrung im Wort Gottes und im Gebet. Und wir brauchen zudem Vergebung. Wir müssen anderen vergeben, wir müssen uns selbst vergeben und wir müssen von Jesus Vergebung empfangen[iv]. Ohne Vergebung kommt der Reparaturmechanismus ins Stocken oder bricht überhaupt ab.

Der Reparaturmechanismus im physischen und geistlichen Bereich darf nie aufhören. Wenn er denn aufhört, hören wir auf physisch oder seelisch oder geistlich zu leben.

SK – info@christengemeinden.it

Gott ist ein Gott des Le­bens


Die Sehnsucht des Menschen nach der Rückkehr ins Paradies


„Dass du wieder jung wirst wie ein Adler“ – der Erneuerungsprozess eines Adlers

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[i] Lukas 1,31-35 (Lut) Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben. Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Mann weiß? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.

[ii] Hebr 4,15 Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde.
[iii] Joh 3,3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.
[iv] Mt 6,14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben.

Mt 6,15 Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

Mt 18,35 So wird auch mein himmlischer Vater an euch tun, wenn ihr einander nicht von Herzen vergebt, ein jeder seinem Bruder.

Mk 11,25 Und wenn ihr steht und betet, so vergebt, wenn ihr etwas gegen jemanden habt, damit auch euer Vater im Himmel euch vergebe eure Übertretungen.

 

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