Der verborgene Schatz der Generationen

Gott ist ein Gott der Generationen. Als sich Gott Jahweh Moses vorstellte, dann sprach er als Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Der Gott seiner Vorfahren sprach zu ihm. Gott stellt sich auch uns als Gott der Generationen vor. „Ich bin der Gott von deinen Urgroßeltern, Großeltern und Eltern.“

Gott sprach: „So sollst du den Söhnen Israels sagen: Der Ich-bin-da hat mich zu euch gesandt. Jahweh, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Issaks und der Gott Jakobs hat mich zu euch gesandt“

2. Mose 3,14-15  

Paulus hatte einen jungen Mitarbeiter Timotheus, dem er zwei Briefe schrieb. Im zweiten Brief schrieb er, ich danke Gott, dem ich von meinen Voreltern her mit reinem Gewissen diene (2. Tim. 1,3). Auch der große Apostel Paulus, war verwurzelt in einer Gottesbeziehung, die seit Generationen bestand hatte. Aber auch sein Mitarbeiter war keine Eintagsfliege. Paulus schrieb ihm, denn ich erinnere mich des ungeheuchelten Glaubens in dir, der zuerst in deiner Großmutter Lois und in deiner Mutter Eunike wohnte, ich bin überzeugt, auch in dir (2. Tim. 1,5).

Dies lässt die Überlegung zu, dass unser Leben, unsere Entscheidungen und unsere Handlungen eingebettet sind, in den Erfahrungen von Generationen. Durch jede richtige Entscheidung, die du fällst, machst du es nicht nur dir, sondern auch deiner zukünftigen Generation einfacher, Gott nachzufolgen. Wenn du ein integres, großzügiges und barmherziges Leben führst, säst du einen Samen für deine Kinder und Enkelkinder. Wir Menschen leben unser Leben nicht nur für uns alleine, denn jede gute, positive und göttliche Entscheidung, die wir fällen, hat Auswirkungen auf das Leben unserer Nachkommen.

Gott schrieb die Lebensgeschichte deines Urgroßvaters in ein Buch. Wenn die Seiten fertig waren, schrieb er dieselbe Geschichte in Band II weiter und dann in Band III und IV. Ein jeder Band, ist die Lebenszeit einer Generation. Der Generationenauftrag darin ist jedoch derselbe.

Ähnliches wird uns von Jakob berichtet. Jakob ist als Zweitgeborener zur Welt gekommen und das Erstgeburtsrecht ging automatisch an seinen älteren Zwillingsbruder Esau. Dieses Erstgeburtsrecht war etwas Besonderes, denn es bedeutete, den doppelten materiellen Segen und die Verpflichtung den Generationenauftrag auszurichten. Eines Tages, als sein älterer Bruder, nach einer beschwerlichen Jagd nach Hause kam und einen Bärenhunger hatte, ging er mit seinem Bruder einen verhängnisvollen Deal ein. Er tauschte sein Erstgeburtsrecht, das ihm bis dahin nichts bedeutete, gegen das Linsengericht seines Bruders ein. Sein Bruder wusste um den besonderen Segen des Erstgeborenen und war auch bereit, dafür die Zeche zu zahlen. So verspielte Esau den doppelten Segen, seine Zukunft als Leiter der Sippe, seine Bestimmung und sein Recht, als ein Mann Gottes, den Plan Gottes  auszurichten, den zukünftigen Messias, den Retter in die Menschheit zu bringen. Jakobs Namen wurde in Israel umbenannt. Jakob heißt so viel wie „Fersenhalter“ (er hielt die Ferse seines Bruders, bei der Geburt) und Israel heißt „Kämpfer Gottes“.

Israel wusste um die Kraft des Segens und hat sich vorgenommen, diesen Segen an sich zu reißen und dafür zu „kämpfen“.

Auch in deinem Leben, ist dank deiner Vorfahren viel Segen vorhanden, der nur darauf wartet, abgeholt zu werden. Vielleicht war deine Großmutter eine treue Beterin, oder dein Urgroßvater ein erfolgreicher Geschäftsmann. Vielleicht hat dein Vater, den Wert der Arbeit in deine Linie hineingelegt oder er war ein gewiefter Politiker. Mein Großvater war im 1. Weltkrieg und mein Vater im 2. Weltkrieg. Sie haben zu viel Leid und Ungerechtigkeit und Elend erlebt. Mein Vater sagte öfters, „zum Glück haben wir diesen Krieg verloren, sonst würde es uns heute schlechter gehen.“ Sie haben uns Kindern eine Abneigung zum Krieg vermittelt und eine Wertschätzung gegenüber anderen Völkern, die man zu anderen Zeiten, noch Feinde nannte. Dieser Schatz lebt nun in ihren Enkeln und Urenkeln weiter.

Mag sein, dass deine Eltern, Großeltern, Urgroßeltern auch Falsches gemacht haben. Mag sein, dass du über das Eine und Andere negative Familienerbe Busse tun und bewusst ablegen musst. Dies gilt ganz besonders für antisemitische Ressentiments. Fokussiere dich jedoch auf das Gute und den Segen in deiner Linie. Gewichte das Positive deiner Vorfahren höher als das Negative. Damit ehrst du sie und du erbst den Segen, den sie dir hinterlassen haben.

„Wir sollten weniger jäten und dafür mehr säen, düngen und bewässern. Wir haben eine große Fertigkeit im Erkennen und Ausreißen von sündigem Unkraut entwickelt, dabei hat bereits Jesus seine Jünger gewarnt, dass der übereifrige Kampf gegen das Unkraut auch das Getreide gefährdet. Wir sollten weniger Kraft aufwenden, um die Werke des Fleisches zu bekämpfen, als vielmehr Glaube, Zeit und Fantasie zum Anlegen von Gärten aufwenden, in denen die Früchte des Heiligen Geistes wachsen können.“ [i]


Generationentransfer 1: Elias und Elisas Mantel der Autorität Gottes

[i] Andreas M. Walker, Strategieberater und Zukunftsforscher, aus einem Artikel von Leo Bigger

 

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